Kirchblatt

Geistliches Wort

GOTT spricht: Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5)

Wie geht’s? Alles gut? werden wir bei Begegnungen oft gefragt. Oder aber wir fragen selbst so. Die Antworten sind manchmal schwarz-weiß: „Ja, ja” oder „Nein, gar nicht. Differenzierte Betrachtungen passen nicht bei kurzen, oft zufälligen Treffen. Ich antworte auf die Frage „Alles gut?” gern: „Alles gut ist erst im Himmel.” Und auf „Wie meinst du das?” antwortete ich: „Auf Erden bleiben immer Defizite.”

Vielleicht kommen wir ins Gespräch über das, was gut ist: Wir leben in Frieden. Es gibt Menschen, die uns gut sind. Und wir besitzen viel. Vielleicht werden wir GOTT und anderen dankbar dafür. Vielleicht kommen wir ins Gespräch über die kleinen und die großen Defizite: Wir haben gesundheitliche WehWehchen oder gar schlimme Krankheiten. Wir haben Sorgen, betrauern Verluste und haben Angst vor dem Tod…

„Alles gut ist erst im Himmel.” Da ‘werden alle Tränen getrocknet sein und es wird keine Schmerzen, kein Geschrei, kein Leid und kein Tod mehr sein’…

Mit diesen Worten beschreibt es st. Johannes in der Bibel, der Offenbarung. Ein einziges Mal in dem ganzen schwer verständlichen Abschnitt mit seinen vielen bildhaften Beschreibungen vom Ende der Welt kommt GOTT selbst zu Wort. GOTT spricht: Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5). So lautet die JahresLosung 2026! Geschrieben jedoch ist der Text der Offenbarung gegen Ende des 1. Jahrhunderts zu einer Zeit, in der die Christen im Römischen Reich verfolgt wurden….

Dieser eine Vers ist schon gewaltig in dem, was er Menschen zusagt, die nicht nur WehWehchen leiden, sondern große Ängste und Qualen erdulden müssen. GOTT wird am Ende der Zeit seine ganze Macht und Herrlichkeit offenbaren. Nach dem Leid und dem Tod kommt GOTTes FreudenReich für die Seinen. Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! Und GOTT hält, was ER verspricht! …

Die ganze neue Welt, in der alles gut ist, kann nur GOTT selber schaffen. Das tröstet jeden, dem wirklich oder im übertragenen Sinn die Hände gebunden sind. So war st. Johannes selbst gefangen, als er seine Texte schreibt… In schwerer Zeit werden zum Trost Befreiung und Heil versprochen. Es wird nicht nur eine reparierte, sondern eine völlig neue Welt versprochen. Und das wird wohl anders sein, als alles, was wir bis dahin kannten. Wie bei der ersten Schöpfung bringt GOTT mit seinem Wort Licht ins Dunkel…

GOTTes Wort ist lebendig unter uns. Jesus Christus kommt zu uns – wir haben seine Geburt in der Weihnacht gefeiert. Es gibt nun nichts mehr, womit GOTT nichts zu tun hat. Und wir können das in unser Herz nehmen und uns zu IHM bekennen. Wir können einander vergeben, wie uns vergeben ist. Wir können etwas dafür tun, dass in unserer Welt die Sehnsucht nach dem zukünftigen FreudenReich wach bleibt…

In diesem Sinn und in all’ der Hoffnung in den Gedanken verbleibe ich mit diesem letzten Gruß!
Pfarrer Albrecht Kunz